Wissenswertes über das Visum USA

Eine Reise in die USA ist für viele Menschen ein Traum. Viele erfüllen sich diesen Traum und reisen zumindest als Touristen einmal in ihrem Leben in die Vereinigten Staaten. Reisende aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz benötigen für die Einreise in die Vereinigten Staaten kein Visum. Hier genügt ESTA. Damit können Sie maximal 90 Tage in den USA verbringen. Alle anderen Reisenden oder Reisende, die längere Zeit in den USA bleiben wollen oder dort einer Beschäftigung nachgehen, benötigen nach wie vor ein Visum.
ESTA USA VISUM

ESTA und Visum

Bei ESTA handelt es sich um eine digitale Einreisegenehmigung in die Vereinigten Staaten von Amerika. Ein ESTA Antrag wird nur bewilligt, wenn man nicht länger als 90 Tage in den Vereinigten Staaten verbringen will, und dies vorwiegend zum Zweck von geschäftlichen Verhandlungen oder um Lieferanten oder Kunden einen Besuch abzustatten.

Ein spezielles Visum wird benötigt, wenn man länger als 90 Tage im Land verweilen will und dies weder aus geschäftlichen noch aus touristischen Gründen tut. Ein Visum ist auch dann nötig, wenn man dort einer regulären Beschäftigung nachgehen oder mit einem privaten Flugzeug oder Schiff in die USA reisen will. Zudem sind Visa für Personen bestimmter Nationalitäten notwendig sowie für jene Reisenden, die sich seit dem 1. März 2011 im Irak, Iran, Sudan, Jemen, Syrien, Libyen, Nordkorea oder Somalia aufgehalten haben. Ein Visum ist jedoch keine Garantie dafür, dass die Einreise auch gewährt wird.

Arten der Visa

Bei den Visa unterscheidet man zwischen verschiedenen Arten. In erster Linie gibt es Einwanderungsvisa und Nichteinwanderungsvisa. Nichteinwanderungsvisa gelten für einen zeitlich begrenzten Aufenthalt in den USA zu Zwecken des Urlaubs, des Studiums oder für Geschäftsreisen. Wer in die Vereinigten Staaten auswandern will, benötigt ein eigenes Visum. Dieses wird nur nach strengen Kriterien vergeben. Dafür ist eine Gesundheitsprüfung notwendig und man muss in den USA in ein Unternehmen investieren oder dort über ein fixes Anstellungsverhältnis verfügen. Auch durch Heirat ist der Erwerb dieses Visums möglich. Ferner wird eine sogenannte „Greencard Lottery“ durchgeführt, bei der man ein Einwanderungsvisum gewinnen kann.

Nichteinwanderungsvisa für die Vereinigten Staaten

In den meisten Fällen wird man ein Nichteinwanderungsvisum für die USA beantragen. Aber auch dafür gibt es mehrere Varianten. Ein sogenanntes B1-Visum wird benötigt, wenn man eine Geschäftsreise in die Vereinigten Staaten antritt. Ein B2-Visum ist für Touristen gültig oder jene Personen, die Verwandte in den USA besuchen wollen oder an einer Musik- oder Kulturveranstaltung teilnehmen möchten. Diese Visa sind für maximal 180 Tage gültig. Darüber hinaus gibt es eine Kombination beider Visa. Mit diesen Visa dürfen Sie jedoch nicht in den USA arbeiten und auch keine bezahlten Tätigkeiten ausüben. Auch die Ausübung ehrenamtlicher Tätigkeiten ist damit nicht gestattet.

Studieren und arbeiten in den Staaten

Wer in den USA studieren oder arbeiten will, braucht dafür ebenfalls ein eigenes Visum. Insgesamt gibt es dafür acht verschiedene Arten von Visa.

Spezielle Visa

Darüber hinaus gibt es noch zwölf andere Arten von Visa, die nur auf spezielle Einreisezwecke zugeschnitten sind:

Der US Visum Antrag

Karte USA
Für die Beantragung eines Visums für die USA werden bestimmte Unterlagen und Dokumente benötigt. Der Visumsantrag sollte zudem mehrere Wochen vor der USA-Reise eingebracht werden. Ein ESTA Antrag für Kurzreisen in die USA benötigt jedoch wesentlich weniger Zeit und kann innerhalb weniger Minuten elektronisch erfolgen. Für den Visumantrag werden in der Regel zwei aktuelle Lichtbilder, ein gültiger Reisepass, ein Nachweis über die Finanzierung des Aufenthalts in den USA und genaue Angaben über die persönlichen Pläne während des USA-Aufenthalts benötigt. Alle Fragen im Antrag müssen jedoch gewissenhaft und wahrheitsgetreu beantwortet werden.

Für den Visumantrag stehen bestimmte Formulare zur Verfügung. Dazu gehört das DS-160 Formular. Die DS-160 Form kann online ausgefüllt werden. Auch beim DS-160 müssen natürlich alle Fragen wahrheitsgemäß und sorgfältig beantwortet werden, da eine spätere Korrektur nicht mehr möglich ist.

Ein Visum beantragen

Ein Visum für die USA kann entweder online oder direkt bei den Konsulaten beantragt werden. Die Konsulate befinden sich in Deutschland in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Leipzig und München. In Österreich befindet sich die US-Botschaft in Wien und in der Schweiz in Zürich. Wer die Botschaft aufsucht, muss beim Betreten des Gebäudes mit einem umfangreichen Sicherheitscheck rechnen. In den Botschaften findet das Interview für die Beantragung des Visums statt. Wer sich für ESTA entscheidet, muss diese Prozedur nicht über sich ergehen lassen. Hier sind keine Interviews vorgesehen. In manchen Fällen kann es vorkommen, dass man nach dem Interview noch für einen zweiten Sicherheitscheck ausgewählt wird. Dieser wird auf der Bordkarte mit dem Hinweis "SSSS" vermerkt.

Das Prozedere für die Beantragung eines Visums erfolgt in der Regel in sechs Schritten. Zuerst wählen man die passende Visakategorie aus. Danach füllt man das DS-160 Formular aus. Für den Antrag muss eine Gebühr entrichtet werden. Die Höhe dieser Gebühr ist von der Art des beantragten Visums abhängig. Dann wird man aufgefordert, einen Termin für das Interview zu vereinbaren, wofür man seine Reisepassnummer und die DS-160-Nummer bekanntgeben muss. An dem vereinbarten Termin findet man sich im Konsulat ein, um das Interview durchzuführen. Ist alles in Ordnung, wird das Visum bei positivem Abschluss an die Post-Adresse geschickt und man kann seine Amerikareise antreten.

Voraussetzungen für ein Visum

Für die Beantragung eines Visums sind einige Voraussetzungen zu erfüllen. Je nach Art des Visums unterscheiden sich diese in einzelnen Punkten.

Zu den Dokumenten, die bei einem Antrag vorgelegt werden müssen, zählen eine Bestätigung über den Visa-Antrag (DS-160), die Interviewbestätigung, der Zahlungsnachweis für die entrichtete Gebühr, ein gültiger Reisepass sowie ein international standardisiertes Foto.

Kosten für das Visum

Die Kosten variieren je nach Art des beantragten Visums. Die Bezahlung der Gebühr ist jedoch Voraussetzung für den Erhalt eines Interviewtermins. Außerdem ist die Gebühr nicht rückzahlbar und wird bei einem abgebrochenen Verfahren deshalb nicht rückerstattet. Die Gebühren für die einzelnen Visa sind seit dem Jahr 2010 in gestaffelter Form aufgelistet und werden in Dollarbeträgen angegeben. Die Gebühr kann jedoch in der jeweiligen Landeswährung gemäß den aktuellen Wechselkursen bezahlt werden. Visa für Geschäftsreisende, Touristen, ein F-Visum für Studenten, Visa für Medienvertreter und Teilnehmer an Austauschprogrammen, sowie M-Visa kosten derzeit jeweils 160 US-Dollar. EIn O- oder ein P-Visum schlägt mit 190 US-Dollar zu Buche. Wer ein K-Visum für Verlobte beantragt, zahlt dafür 265 US-Dollar. Spezialisierte Fachkräfte und Teilnehmer von firmeninternen Austauschprogrammen zahlen dafür 190 US-Dollar. Handelsreisende, die ein E-Visum benötigen, müssen mit 205 US-Dollar Gebühr rechnen.

Sonstige Gebühren

Außerdem fallen bei bestimmten Visaanträgen auch zusätzliche Gebühren an. Bei der Beantragung eines L-Blanket-Visums wird beispielsweise die sogenannte Fraud Prevention and Detection Gebühr in Höhe von 500 US-Dollar erhoben. Die Sevis-Fee ist bei der Beantragung von F-, J- oder M-Visa zu bezahlen und unterschiedet sich in ihrer Höhe je nach Art des Visums. Bei der Beantragung eines Einwanderungsvisums sind zudem noch USCIS-Gebühren in unterschiedlicher Höhe zu entrichten. Bei der USCIS handelt es sich um die US-amerikanische Einwanderungsbehörde.

Akzeptierte Zahlungsmethoden

Für die Bezahlung der Gebühr stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Akzeptiert werden dabei die Online-Überweisung, die Zahlung mittels Debit- oder Kreditkarte, die Sofortüberweisung und die Bareinzahlung bei einer beliebigen Bank. Die Zahlung mit einer Kreditkarte oder einer EC-Karte ist jedoch in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht möglich. Die Wahl der gewählten Einzahlungsmethode beeinflusst auch die Geschwindigkeit, mit der man danach einen Termin für das notwendige Interview beim Konsulat erhält. Wenn man eine Debitkarte verwendet, erhält man sofort nach der Einzahlung einen entsprechenden Termin. Das Gleiche gilt auch für die Zahlung mittels Sofortüberweisung. Wer die Gebühr mithilfe einer Online-Banküberweisung bezahlt und diese noch vor der Cut-Off-Frist um 15 Uhr erledigt, kann mit der Terminbekanntgabe am nächsten Werktag ab 13 Uhr rechnen. Das gilt auch für Bareinzahlungen bei einer Bank. Der Zahlungsbeleg, der immer mit einer Referenznummer versehen ist, hat eine Gültigkeit von einem Jahr. Innerhalb dieser Zeit sollte daher auch der Interviewtermin stattfinden.

Das Einwanderungsvisum

Der Antrag auf ein Einwanderungsvisum gestaltet sich dagegen viel umfangreicher. Ein Einwanderungsvisum, auch Greencard genannt, räumt dem Reisenden das Recht ein, dauerhaft in den USA zu leben und dort zu arbeiten. Diese Greencard wird allerdings nur nach sehr strengen Richtlinien vergeben. Die Zuwanderung in die USA unterscheidet man aufgrund der Arbeitsstelle, der Familienzusammenführung sowie der Greencard Lottery. Das Einwanderungsvisum kann jedoch nicht in einem Konsulat beantragt werden, sondern ausschließlich bei der US-Einwanderungsbehörde. Der Prozess für die Antragsformalitäten dauert jedoch in vielen Fällen mehrere Jahre. Wer dauerhaft in den USA arbeiten will, muss über relativ hohe Qualifikationen verfügen. Bei der Familienzusammenführung muss man über entsprechende Verwandte in den USA verfügen oder einen US-Staatsbürger heiraten. In der jedes Jahr durchgeführten Lottery kann man eine Greencard gewinnen. Auch diese ist lebenslänglich gültig. Voraussetzungen dafür sind jedoch ein gewisser Bildungsstand sowie das passende Geburtsland.

Voraussetzungen für ein Einwanderungsvisum

Grundsätzlich muss vor dem Antrag auf ein Einwanderungsvisum eine Petition von der Einwanderungsbehörde der USA bewilligt werden. Die Petition muss von einem Verwandten in den USA oder einem Arbeitgeber in den USA eingereicht werden. Danach ist eine Einwanderungsgebühr in Höhe von 220 Dollar zu bezahlen. Vor der Bewilligung eines Einwanderungsvisums muss man sich in jedem Fall einer gründlichen gesundheitlichen Untersuchung unterziehen. Diese Untersuchung kann nur von einem Facharzt durchgeführt werden, der von einer US-Botschaft autorisiert wurde. Dann ist auch hier die Durchführung eines Interviews vorgesehen.

Nutzbarkeit der Einreisedokumente

Ein Visum oder ESTA ist ebenso für eine mehrmalige Einreise in die USA gültig. Bei einer ESTA-Bewilligung darf man über zwei Jahre lang mehrmals bis zu drei Monate in die USA einreisen. Für die gesamte Aufenthaltsdauer im Land ist jedoch der Besitz eines elektronischen Reisepasses Voraussetzung. Diese Reisepässe verfügen über einen eigenen Chip, auf dem die wichtigsten persönlichen Daten gespeichert sind. Wer sich visafrei in den Vereinigten Staaten aufhält, benötigt zudem ein gültiges Rückflugticket. Weder ESTA noch ein Einreisevisum garantieren die Einreise in die USA. Das hängt in erster Linie von den Zollbeamten ab. Diese können bei der Ankunft ebenfalls ein Interview mit den Einreisenden führen. Dabei müssen sie auf Fragen nach den Beweggründen für ihre Reise beantworten. Außerdem können die Behörden bei jedem Einreisenden Untersuchungen auf Sprengstoffe, Waffen oder Drogen vornehmen.

Ablehnung eines Visaantrags

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In einigen Fällen kann ein Visaantrag von den zuständigen Behörden oder vom Konsulat auch abgelehnt werden. Das ist in der Regel dann der Fall, wenn bestimmte Voraussetzungen vom Antragsteller nicht erfüllt werden. Die häufigsten Ursachen für eine Ablehnung sind unvollständige oder falsche Angaben im Antrag, die Beantragung eines für den Aufenthalt ungeeigneten Visums, fehlende finanzielle Mittel, um den Aufenthalt zu finanzieren, oder persönliche Hintergründe, wie Straftaten oder eine Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation. Darüber hinaus kann ein Antrag auch abgelehnt werden, wenn man bereits früher einmal aus den Vereinigten Staaten ausgewiesen wurde oder dort illegal gearbeitet hat. Ein Nichteinwanderungsvisum kann auch verweigert werden, wenn die Rückkehrabsicht des Reisenden nicht deutlich zum Ausdruck kommt. Das kann sein, wenn man nur einen Hinflug, aber keinen Rückflug gebucht hat.

Wird ein Antrag aus irgendeinem Grund abgelehnt, erhält man ein formloses Schreiben mit dem Hinweis auf den Paragrafen, der die Einreise verhindert. Die Ablehnung hat ein Einreiseverbot zur Folge sowie den Ausschluss aus ESTA.

Was tun, wenn das Visum abgelehnt wird?

In diesem Fall stellt sich die Frage, welche Mittel zur Verfügung stehen, um doch noch in die Vereinigten Staaten einreisen zu dürfen. Sollte der Konsulatsbeamte den Antrag beim Interview ablehnen, so kann man höflich nach dem Grund für die Ablehnung fragen. Sollten die Gründe für die Ablehnung von der Seite des Antragsstellers aus korrigierbar sein, kann man später einen neuen Antrag stellen. Dabei muss man jedoch den gesamten Antragsprozess samt Kosten nochmals durchlaufen.

Eine weitere Möglichkeit bietet sich durch den sogenannten Waiver-Antrag. Dieser befreit den Antragsteller von einigen Ausschließungsgründen, ist aber nicht für alle Gründe anwendbar. Die Ablehnung eines Visums erfolgt jedoch nur in seltenen Fällen und hier meist aus formalen Gründen. Deshalb sollte ein Antrag gründlich und gewissenhaft vorbereitet werden, um unliebsame Überraschungen zu vermeiden.

Das lebenslange Visum

Das lebenslange Visum für einen Aufenthalt in den Vereinigten Staaten von Amerika hat es einmal gegeben. Dieses Visum wird heute jedoch nicht mehr akzeptiert. Seit dem 1. April 2004 ist keine Einreise mithilfe dieses ehemals ausgestellten Visums mehr möglich. Wer mit diesem Visum einreisen will, wird von den Zollbehörden nicht in das Land gelassen. Sollte man vor diesem Problem stehen, kann man jedoch eine ESTA-Genehmigung einholen. Diese kostet derzeit 29 US-Dollar und man erhält sie innerhalb weniger Tage.

Checkliste

Bevor man in die Vereinigten Staaten einreist, sollte man seine Reise auf jeden Fall gründlich planen. Auch beim Antrag auf das Visum werden von den Behörden spezifische Fragen zu dem geplanten Aufenthalt gestellt. Diese kann man dann rasch und sicher beantworten. Zudem sollte man alle benötigten Unterlagen zum Interview mitbringen. Fehlende Urkunden und Dokumente können den Antrag verzögern oder sogar zunichtemachen. Ferner sollte man seine finanzielle Situation einwandfrei beschreiben können. Wichtig dafür sind Kontoauszüge oder ein entsprechender Einkommensnachweis. Für Beschäftigte sind auch die Unterlagen des Unternehmens, für das man in den Staaten arbeiten will, eine unabdingbare Voraussetzung.

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